Greenstorm Radgeber: E-Bike Wartung und Service: Worauf gilt es zu achten?

E-Bike Wartung und Service: Worauf gilt es zu achten?

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Ein E-Bike ist ja prinzipiell etwas Tolles. Nur ist es nicht selbstverständlich, wie bei so ziemlich jeder anderen Sache auf dieser Welt auch, dass es jederzeit und für immer einwandfrei funktioniert. Damit es das häufig und für eine lange Zeit trotzdem tut, muss man sich um das Elektrofahrrad kümmern. Bei richtiger Hege und Pflege kann man dem guten Stück dafür auch wieder ordentlich was abverlangen.

Stellt sich nur noch die Frage, wie die richtige Wartung und Pflege beim E-Bike aussehen sollte. Während bestimmte Vorgehensweisen für manche selbstverständlich und ein leichtes sind, ist es gerade bei den elektronischen Drahteseln häufig der Fall, dass man als Laie mit seinem Latein am Ende ist. Damit Ihnen das nicht passiert, gibt’s in diesem Beitrag eine kleine Nachhilfelektion – keine Angst: nicht zu Latein, sondern zum Thema: Wie wartet und pflegt man ein E-Bike?

Immer Schritt 1: Stromquelle des Pedelecs abschalten!

Passionierte Radfahrer, die schon lange ihre Räder selbst warten und reparieren, aber eigentlich auch alle anderen, sollten besonders ihre Ohren spitzen. Der allererste Schritt, wann immer Sie Hand an Ihr Pedelec legen, muss das Abschalten sämtlicher Stromquellen sein. Vergewissern Sie sich am besten doppelt und dreifach, dass kein Strom fließt, denn das kann verheerende Folgen haben, wie wenig verwunderlich sein dürfte.

In der Regel reicht es aber ohnehin den Akku abzustecken und einstweilen sicher zu verwahren, damit man nicht selbst in den Stromkreis gelangt.

Regelmäßiges Waschen und Kontrollieren

Routine und Regelmäßigkeit ist nicht immer das Non-Plus-Ultra, bei der Pflege des E-Bikes aber schon. Sich ein paar Stündchen an einem sonnigen Nachmittag nehmen und alle Teile am Pedelec durchgehen kann alles andere als schaden. Dank einer gelegentlichen Wäsche des Rades sieht es erstens wie neu aus und es können sich zweitens keine Verschmutzungen ablagern, die in weiterer Folge größere Reparaturen erforderlich machen würden. Lockere Schrauben und andere Mini-Mankos können gleich in einem Aufwasch miterledigt werden.

Beim Waschen sollte besonders darauf geachtet werden, dass alle Teile der Elektronik, die man ausbauen kann, entfernt werden. Wo das nicht möglich ist – ein Motor ist beispielsweise nur schwer spontan auszubauen – sollte mit Wasser sparsam umgegangen werden. Bestes Reinigungsmittel ist und bleibt dabei Wasser allein, oder spezielle Mittel fürs Fahrrad.

Bei Inspektion und Wartung des E-Bikes selbst Hand anlegen

Was man dann so alles erledigt, wenn man sich der eigenhändigen Pflege des Elektrofahrrades widmet, kommt selbstverständlich auf die persönlichen Kenntnisse an. Kettenpflege, Kontrolle der Bremsen, Lampen, Schrauben und des Reifendrucks sind Dinge, die man ohne weiteres durchführen kann. Die Kette kann man etwa mit einem Lappen grob sauber wischen und dann mit Öl und idealerweise mit Rostschutzmittel einschmieren.

Bei den Bremsen ist häufige Kontrolle wichtig, denn sie werden bei E-Fahrrädern intensiver beansprucht, als bei normalen Fahrrädern. Ihrer Sicherheit zuliebe sollten Sie öfters mal einen Blick darauf werfen. Und sollten die Bremsbeläge tatsächlich schon fast am Hungertuch nagen: ab zu einer Werkstatt.

Pflege des Akkus: Schützen, Lagern, Laden

Worum man sich ebenso selbst kümmern kann, ist ein Auge auf den Akku zu haben. Bei nigelnagelneuen Akkus tut man gut daran, ihn die ersten drei Ladevorgänge vollständig zu laden. Erst dann kann er auch seine volle Leistung bringen und man kann ihn auch einmal nur halb aufladen; sollte man sogar. Außerdem sollte der Akku nicht bis zum untersten Ladelimit leergefahren werden. Ladestände zwischen 30 % und 70 % stellen dabei das Ideal dar.

Akku schützen: Wasser und Staub

E-Bikes fährt man nun mal im Freien. Daran wollen wir Sie auch gar nicht hindern, im Gegenteil. Aber dennoch bleibt zu erwähnen, dass die Elektronik dieser Art von Fahrrad eben nicht gegen jegliche Art der Umwelteinflüsse gewappnet ist. Ein bisschen Regen und Staub halten die Geräte locker aus, aber bei dauerhaftem oder Platzregen oder bei viel Staubeinwirkung wird irgendwann dann doch eine Grenze erreicht.

Den Akku abdeckenmit in die Wohnung nehmendie Kontakte schützen und ab und zu mit einem leicht feuchten Tuch abwischen und die Sache ist getan. Mehr braucht es in der Regel gar nicht. Sollte der Akku trotzdem nicht ordentlich funktionieren, lohnt sich eine Inspektion beim Fachhändler.

Akku lagern: Kälte meiden und in Bewegung halten

Temperaturtechnisch ist ein Akku nicht gerade ein unempfindlicher Gegenstand. Niedrige Temperaturen sowie direkte Sonneneinstrahlung und Hitzesollte er eher meiden, da sich sonst Reichweite und Kapazität verringern. Die Lagerung im Winter erfolgt also vorzugsweise im beheizten Innenraum. Aber bitte auch nicht den ganzen Winter über. Selbst in den klimatisch widrigsten Wintern finden sich ein paar Tage, an denen das Pedelec ausgefahren werden kann. Bleibt der Akku in Schwung, hält er auch länger.

Fälle für Fachkundige: E-Bike-Werkstatt

Ist man von Haus aus nicht unbedingt der überaus geschulte Technikfanatiker, führt der Weg schnell mal zur E-Bike-Werkstatt, wo man sich auf die Kenntnisse der dort arbeitenden Menschen verlassen kann und das Pedelec in guten Händen weiß. Zu gewissen Anlässen kommt man daran auf jeden Fall nicht vorbei. Welche das sind und womit Sie sich wirklich besser an einen E-Bike-Experten wenden sollten, empfehlen wir folgend.

Service nach wie vielen Kilometern?

Wenn man schon so viel Geld in so ein tolles Gefährt investiert, sollte man auch gut darauf aufpassen. Dazu gehört regelmäßiges Service und das erste wird bereits nach etwa 500 gefahrenen Kilometern empfohlen. Dann wird schonmal ein erster Blick darauf geworfen, ob sich noch alles dreht, wie es sich drehen sollte, etc. Bei manchen Käufen ist das auch Voraussetzung für den Weiterbestand der Garantie.

Das Elektrofahrrad macht Probleme?

Bei akuten Wehwehchen führt der erste Weg auch am besten erstmal zum Techniker. Die E-Bike-Werkstatt Ihres Vertrauens erspäht oft schon auf den ersten Blick, wo es krankt und kann dementsprechend Reparaturen durchführen. Speziell da, wo Elektronik im Spiel ist, kann man mit eigenständigem Herumdoktern oft mehr kaputt machen, als vorher überhaupt kaputt war.

E-Bike-Inspektion: Wie oft und was wird gemacht?

Die regelmäßige Kontrolle aller Funktionen ist besonders deshalb wichtig, weil sich keine gröberen Schäden einschleichen können, wenn die kleinen Mankos nur früh genug erkannt werden. Wir empfehlen für Vielfahrer, das E-Rad 1 bis 2 Mal ansehen zu lassen, am besten zu Beginn oder Ende der Saison.

Viele Empfehlungen liegen bei Serviceintervallen um die 500 km. Das ist unserer Meinung nach schon sehr vorsichtig angesetzt. Ein Elektrofahrrad hält auch gut und gerne die doppelte Kilometeranzahl und mehr durch, wenn man nur ein wenig darauf aufpasst. Bremsbeläge und Speichenspannung prüfensollte man dabei vielleicht ab und zu selbst übernehmen.

Wird das Pedelec unter die Lupe genommen, achten die Fachleute auf folgende Komponenten: Lichtanlage, Reifen und Reifendruck, Bremsen und Bremsbeläge, Felgen, Schaltung, Kette, Gewinde und speziell beim E-Bike Akku, Motor und Software.

Wartung und Reparatur des E-Bike-Motors

Was wohl am heikelsten ist und beim besten Willen von den meisten nicht selbst reparierbar ist, ist der Motor – das Herzstück des Pedelecs. Sollte der nicht mehr funktionieren, ist es an fachkundigen Personen den Grund herauszufinden und den Mangel zu beheben. In Eigenregie einen Motor auseinanderbasteln ist in den seltensten Fällen eine gute Idee.