Greenstorm Radgeber: Die besten E-Bike Versicherungen und für wen sich eine Versicherung lohnt

Die besten E-Bike Versicherungen und für wen sich eine Versicherung lohnt

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Man kennt das: packt man eine Regenjacke ein, bleibt es trocken. Lässt man sie zuhause, regnet es. Ähnlich verhält es sich mit Versicherungen. Hat man eine, passiert nichts, aber wehe es ereignet sich dann doch einen Vorfall, dann hat man natürlich keine Versicherung abgeschlossen. Von diesem ungeschriebenen Gesetz ausgehend erscheint also eine Versicherung auch fürs E-Bike abzuschließen durchaus als sinnvoll.

Damit geben wir uns aber noch nicht zufrieden. Wir möchten Ihnen in Bezug auf unser Fachgebiet E-Bikes im folgenden Beitrag zeigen, wann wie wo welche E-Bike Versicherung Sinn hat, was sie im besten Fall alles abdeckt und einiges mehr. Empfohlen wird eine spezielle Fahrradversicherung bereits ab einem Wert von EUR 500,-. Wann, wenn nicht beim E-Bike-Kauf würde sich das also auszahlen?

8 E-Bike Versicherungen im Preisvergleich1)

Im Heuhaufen der Versicherungsangebote ist die Nadel schwer zu finden. Wir haben es dennoch probiert, sogar einige davon gefunden und möchten ein paar der verschiedenen Angebote an Versicherungen für das E-Bike folgend vorstellen. Wir weisen allerdings darauf hin, dass diese Auflistung bei weitem nicht alle Angebote umfasst.

HUK24.de

Bei dem in unserer Liste ersten Angebot ist der Versicherungsschutz für Fahrräder aller Art, also auch der elektrischen, in der Privathaftpflicht enthalten. HUK bietet also Schutz fürs Fahrrad und E-Bike, allerdings nur bei Fremdverschulden und wenn der Schaden während der Benutzung als Privatpersonentstanden ist. S-Pedelecs, also jene, die über 600 Watt leisten bzw. über 25 km/h die Tretleistung unterstützen, fallen unter die Mopedversicherung. Dazu gibt es noch detailliertere Informationen unter dem dazugehörigen Kapitel.

Preislich liegt die jährliche Police für die Mopedversicherung bei HUK24.de bei rund 40,-. Eine Hausratsversicherung wird hier bereits ab einer Jahresprämie von knapp 22,- geboten. Diese kann man optional um eine Fahrradversicherung erweitern.

Allianz

Allianz lässt die E-Fahrradversicherung entweder über die Haushaltsversicherung laufen, was beispielsweise den Diebstahl aus dem eigenen Fahrradkeller beinhaltet, oder bietet eine eigene Fahrradversicherung an. Diese ist aber nicht speziell auf E-Bikes zugeschnitten. Dafür ist Diebstahl abgedeckt (auch, wenn das Fahrrad von einem Fahrradständer in der Innenstadt oder einem ähnlichen Ort gestohlen wird) und man kann sich bei Pannen auf längeren Strecken auf einen Pannendienst verlassen.

Den Preis für die Versicherungsprodukte der Allianz erfährt man nur auf Anfrage online oder bei einer der Beratungsstellen.

DEVK

Die DEVK bietet auch keine spezielle E-Bike Versicherung an. Hier wird einem für die schnelleren S-Pedelecs fachgerecht die Mopedversicherung ans Herz gelegt. Darüber hinaus wird eine eigene Fahrradversicherung, oder die herkömmliche Methode, sich auf eine private Haftpflichtversicherung zu verlassen, geboten. Eine 4. Möglichkeit bei der DEVK ist, die Hausratsversicherung um einen Fahrradschutz zu erweitern, was dann vor allem Diebstahl miteinbezieht.

Die Preise etwa für die Mopedversicherung variieren je nach Alter des Fahrers und Kaskoanteil und beginnen bei 56,- jährlich.

ENRA

ENRA ist der einzige Versicherungsanbieter, der einzig und allein und speziell auf E-Bikes ausgerichtet ist. Das hat vor allem den großen Vorteil, dass sie ihre Angebote haargenau auf die Bedürfnisse von Besitzern elektrischer Fahrräder abstimmen können. Hier kann man zwischen verschiedenen Einzelprodukten oder Paketen wählen. Es gibt den Diebstahlschutz, den Pick-Up-Service und eine Akku-Plus Option, die man separat auswählen kann, oder man entscheidet sich für den Rundumschutz, der Diebstahl, Reparatur, Technikschutz und Pick-Up-Service enthält.

ENRA stellt auf ihrer Webseite einen praktischen Tarifrechner zur Verfügung, der über wahrscheinliche Jahrespolicen informiert. Je nach Kaufpreis, Kaufdatum und Laufzeit werden dann die Preise für die jeweiligen Pakete errechnet. Für uns als Vertreiber gebrauchter E-Bikes besonders interessant: ENRA bietet auch spezielle Versicherungspakete für gebraucht gekaufte Fahrräder – sowohl elektrisch also auch herkömmlich.

SPEKTRUM

SPEKTRUM ist ein Versicherungsmanagementunternehmen aus Kufstein, das sich vor allem durch seine Beraterfähigkeiten und die individuellen Versicherungskonzepte auszeichnet. Darum haben wir uns mit ihnen zusammengetan, um unsere Bikes mit dem nötigen Versicherungsschutz auszustatten. Mit 88,- Jahresprämie liegen die auf die Bedürfnisse der Greenstormkunden zugeschnittenen E-Bike-Versicherungen im günstigeren Preissegment. So haben Sie den vollen Schutz von Anfang an.

Helvetia

Bei der auch sonst recht breit aufgestellten Helvetia finden wir auch ein spezielles Angebot für E-Bikes. Gegen eine monatliche Prämie von etwa 10,- (bei einem Kaufpreis des E-Bikes von EUR 2.000,-) hat man sein Pedelec kasko- und haftpflichtversichert. Es ist dann vor Wettereinflüssen und Diebstahl zumindest finanziell geschützt. Wer weitere Schadensfälle mitabgedeckt haben möchte, hat noch zwei umfangreichere Pakete zur Auswahl. Sie enthalten etwa Eigenverschulden, Vandalismus und Teildiebstahl und Schmorschäden an elektrischen Teilen.

Selbstverständlich kann man bei der Helvetia auch auf die gewöhnliche Haftpflicht und Hausratsversicherung vertrauen. Allerdings ist, wie auch bei den anderen Angeboten, nicht sicher, wie viel Schutz diese tatsächlich bringen.

Zürich Connect Österreich

Die Zürich Connect Österreich bietet auch eine eigene Pedelecversicherung an. Sie ist allgemein etwas günstiger, als die Helvetia. Hier beginnen die Monatsprämien bereits bei etwa 6,-. Da ist allerdings kein Schutz gegen mut- und böswillige Beschädigung oder Schäden an der Elektronik inkludiert. Wählt man das größere Paket kommt man bei einem Wert des E-Bikes von EUR 3.000,- auf 24,- monatliche Police. Um die eigene Prämie zu errechnen, bietet auch diese Versicherung einen Online-Rechner an.

Wiener Städtische

Bei der Wiener Städtischen Versicherung liegt der monatlich zu bezahlende Betrag bei 10,- (für ein E-Bike im Wert von EUR 3.000,-). Das betrifft das Paket, das Teilkasko inkl. Haftpflicht beinhaltet. Darin enthalten sind neben Brand-, Tier- und Witterungsschäden auch Diebstahl. Für einen zusätzlichen Schutz gegen Parkschäden, Vandalismus und Unfall bezahlt man etwa 20,- mehr pro Monat.

Leistungen: das E-Fahrrad für alle Fälle versichert

Die Leistungen, die man sich von einer E-Bike Versicherung erwarten kann, variieren zum Teil stark. Während das gute Stück selbst bei einer Hausratsversicherung gegen Diebstahl aus dem Fahrradkeller gesichert ist, sieht es mit öffentlich zugänglich abgestellten Fahrrädern schon anders aus. Eine gewöhnliche Fahrradversicherung deckt aber auch diesen Fall ab.

Diebstahl vs. Vandalismus

Wird das Zweirad mutwillig beschädigt oder werden nur Teile davon entwendet, braucht man bereits einen erhöhten Versicherungsschutz, um die Kosten für Reparatur oder den Kauf der Teile rückerstattet zu bekommen. Die Versicherer legen in der Regel eine Bandbreite an Paketen vor, unter denen man schlussendlich selbst entscheiden kann.

Sonderposten: Unfallschäden, Eigenverschulden und Akkuversicherung

Zu den spezielleren Leistungen, für die man schon relativ tief in die Tasche greifen muss, zählen Unfallschäden, vor allem Schäden, die durch eigenes Verschulden zustande gekommen sind, und die Versicherung des Akkus bzw. der Elektronik an sich. Wer für etwaige Kosten für die auf solchen Wegen entstandenen Schäden nicht aufkommen möchte, wählt am besten eines der umfassenden Versicherungspakete.

Sinnvolle Versicherungssummen

Die richtige Versicherungssumme entspricht dem Wert des E-Bikes inkl. Zubehör. Auf höhere Summen zu versichern hat keinen Sinn, denn von institutioneller Seite bekommt man ohnehin nur maximal den Kaufpreis (vermindert um den regulären Wertverlust) rückerstattet. Die Versicherungssumme hat außerdem Einfluss auf die monatliche Prämie. Ist sie zu hoch, bezahlt man auch zu viel.

Acht zu geben ist bezüglich etwaiger Höchstgrenzen bei der Versicherungssumme. Speziell die Hausratsversicherung beschränkt diesen Wert oft stark, wodurch sie eigentlich uninteressant wird. Wird das E-Bike nämlich beispielsweise gestohlen und man möchte die EUR 2-3.000,-, die es noch wert war, ausbezahlt bekommen, schaut man bei einer Höchstgrenze von Hausnummer EUR 500,- eher durch die Finger.

Versicherung fürs S-Pedelec

S-Pedelecs zeichnen sich dadurch aus, dass sie die in der Straßenverkehrsordnung festgelegten Höchstgrenzen für Akku- und Motorleistung eines Fahrrades übersteigen. Geben sie noch jenseits der 25 km/h Tretunterstützung (Regelung für Deutschland) und haben einen Akku, der mehr als 600 Wh (Regelung für Österreich) leistet, gelten sie als Mopeds.

Sie sind demnach anmelde- und versicherungspflichtig. Eine Mopedversicherung, die zum Teil auch für gewöhnliche E-Bikes empfohlen wird, bietet sich an dieser Stelle perfekt an. So ist man zwar schnell auf der Straße unterwegs, aber eben auch auf der gesetzlich richtigen Seite.

Haftpflicht- und Hausratsversicherung beim Pedelec

Für gewisse Schäden kommen tatsächlich die Versicherungen auf, die man in der Regel ohnehin abgeschlossen hat, eben private Haftpflicht- und Hausratsversicherung. Da die E-Bikes aber meistens preislich sämtliche Rahmen der üblichen Versicherungssummen sprengen, ist es wenig empfehlenswert, sich auf sie zu verlassen, wenn man auf einen Versicherungsschutz besteht.

Wird das Fahrrad im öffentlichen Raum gestohlen beispielsweise, steigt die Hausratsversicherung schon aus. Auch gegen Teildiebstahl (etwa, wenn der Akku gestohlen wird) oder Vandalismus ist man dann nicht versichert. Dagegen bieten manche Zusatzpakete sogar Leistungen bei Eigenverschulden oder Schäden an der Elektronik.

1) In dieser Aufstellung sind sowohl deutsche als auch österreichische Versicherungsunternehmen aufgeführt.