Greenstorm Radgeber: E-Bike Gewicht: Die aktuell leichtesten E-Bikes unter 20 kg

E-Bike Gewicht: Die aktuell leichtesten E-Bikes unter 20 kg

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Eines der größten Gründe, die gegen den Kauf eines E-Bikes zu sprechen scheinen, ist das Gewicht. Leicht sind die mit Elektronik ausgestatteten Fahrräder ja nicht unbedingt. Bereits der Motor kann in Einzelfällen bis zu 4 kg schwer sein. Kann – muss aber nicht. Wir besprechen in diesem Beitrag das Gewicht der E-Bikes mit Ihnen und werden sehen, dass es eben auch anders geht, als 25 kg schwer.

Wie viel wiegt ein E-Bike durchschnittlich?

Als Faustregel für das Gewicht bei Elektrofahrrädern gilt, dass man zum Gewicht des herkömmlichen Rades noch in etwa 7 kg hinzuzählen muss. Geht man davon aus, dass ein rein muskelbetriebenes Fahrrad ungefähr 14 kg wiegt, kommt man auf +/- 21 kg. Darauf muss man sich einstellen, wenn man sich ein Pedelec zulegen möchte.

Die meisten Modelle wiegen in etwa 21 kg und mehr. Einige kommen aber auch auf unter 20 kg, was zugegebenermaßen eine Seltenheit darstellt, aber durchaus nicht als unmöglich gilt. Besonders im sportlichen Bereich ist es optimal, wenn der fahrbare Untersatz leichter ist, denn besonders hier ist Leistung und Schnelligkeit gefragt. Dazu aber mehr im Kapitel „Störfaktor Gewicht vor allem im sportlichen Segment“.

Das leichteste Elektrofahrrad auf dem Markt: 8,8 kg

Die absolut leichtesten E-Bikes unterbieten den Richtwert von 21 kg bei weitem. Die Modelle mit dem geringsten Gewicht drücken nur mit sage und schreibe unter 10 kg auf die Erdoberfläche. Damit schaffen es manche Hersteller sogar mit Elektroantrieb Modelle ohne zu unterbieten.

Das unseres Wissens leichteste E-Bike, das frei am Markt käuflich ist, ist das Twentysix E-Power Race von Ben-E-Bike. Die Elektrofahrradmarke aus Deutschland hat doch tatsächlich ein Rad in petto, das nur wimpernleichte 8,8 kg wiegt. Das geringere Gewicht geht aber leider auf Kosten der Technik. Mit 125 Wh spielt der Akku nicht gerade in der Liga der leistungsstarken Modelle.

Beste Pedelecs beim Verhältnis Leistung zu Gewicht

Jetzt, wo wir herausgefunden haben, dass die Verbindung Leichtgewicht und Höchstleistung eher problematisch ist, wäre natürlich interessant herauszufinden, welche Modelle diesen Spagat besonders gut meistern. Die altbekannten Werte von 250 Watt Motorleistung, 400 Wh Akkukapazität und Tretunterstützung bis 25 km/h bekommt man nämlich nicht so leicht hin, wenn das Rad weniger als 19 kg wiegen soll.

Project Y von Focus Bikes

Das Project Y gilt als heißersehnte Technologie am E-Bike-Markt. Es gibt Tretunterstützung wirklich nur dann, wenn sie benötigt wird – nämlich beim kraftzehrenden Anstieg und eventuell noch beim Anfahren. Ansonsten fahren sich diese Pedelecs von Focus Bikes wie alle anderen Fahrräder auch, nämlich ohne Tretwiderstand, der sonst aufgrund des Motors zustande kommt.

Das wird durch einen Motoren- und Akkuhersteller möglich, der sich genau das zum Ziel gemacht hat. Er möchte vor allem auch filigrane, leichte, elektronisch betriebene Rennräder möglich machen, indem er immer kleinere und stärkere Antriebe konzipiert. Fazua-Akkus schmiegen sich verschwindend klein in das Unterrohr des Rahmens und lassen das E-Bike aussehen, als wäre es keines. Was das Gewicht angeht, kommt man hier übrigens laut Angaben des Herstellers auf unter 12 kg.

CUBE Agree Hybrid C:62

Bei der eben vorgestellten Technologie und ihren Vorzügen wundert es nicht weiter, dass auch CUBE auf sie setzt. Das CUBE Agree Hybrid C:62 ist nämlich auch mit einem Antrieb aus dem Hause Fazua ausgestattet. Laut der Waage kombiniert CUBE den leichten Antrieb allerdings nicht unbedingt mit Komponenten, die das Gewicht so niedrig halten, wie Focus Bikes. Dieses Modell bringt in etwa 13,8 kg auf die Waage.

Fairerweise muss aber erwähnt werden, dass Gewichtsangaben oft stark variieren können. Manchmal werden weder Pedale noch Akku mitgerechnet, was das Ergebnis natürlich stark verzerren würde. Theoretisch kann es also sein, dass das Project Y-Bike bei ihnen zuhause plötzlich mehr als 12 kg wiegt. Selbiges gilt für alle anderen Modelle und deren Herstellerangaben auch.

Steinbach Elevator Gebra: alles Gute kommt aus Kitzbühel

Unsere Nachbarn sozusagen grüßen aus Oberndorf und ihr Elevator Gebra gleich mit. Der E-Bike-Hersteller aus den Kitzbüheler Alpen setzt auf individuell angepasste Modelle und demnach variieren auch die Gewichtsklassen. Der federleichte Fahrgenuss beginnt allerdings bei diesem Modell bereits bei 16,5 kg.

Noch leichter wird’s bei den Systemen namens E-Assist von Steinbach. Das Talsen 3 beispielsweise beginnt gewichtstechnisch bei 11,5 kg. Das Modell Kitzhorn bereits bei knapp 9 kg. Dafür fällt hier die Tretunterstützung auch nicht so üppig aus, wie bei gewöhnlichen Pedelecs. Diese Elektrofahrräder eignen sich speziell für Mountainbikende, die vielleicht gerade um Haaresbreite nicht auf die Höhen kommen, die sie eigentlich erreichen möchten.

Störfaktor Gewicht vor allem im sportlichen Segment

Im Straßenverkehr stört es für gewöhnlich nicht weiter, wenn das Fahrrad etwas schwerer ist. Es sei denn, man muss es tatsächlich Treppen hinauftragen. Wir gehen einmal davon aus, dass dies eher selten der Fall ist und daher konzentriert sich das Leichtgewichtsegment bei den E-Bikes eher auf die sportlichen Modelle.

Gewichtsklasse E-MTB: am besten unter 20 kg

Besonders im Gebirge bzw. bei Strecken, auf denen viele Höhenmeter gemacht werden, hat das geringere Gewicht vor allem den Vorteil, dass unnötige Kilogramm nicht durch Muskel- und Elektrokraft auf die Steigung gehievt werden müssen. Dadurch hat man selbst und der Akku eine höhere Reichweite.

Darüber hinaus kommt es vor, dass man mit dem E-MTB vielleicht an Stellen gelangen will, die zunächst mit zwei Rädern nicht erreichbar sind. Um die Zugangsstellen zu passieren, kann es sein, dass man das Pedelec auch mal schultern muss und 24-25 kg trägt man nicht sehr lange mit sich herum.

Gewicht beim E-Trekking- und E-Cityrad

Komfort und Sicherheit im Straßenverkehr verlangen einiges an Zubehör: Licht, Reflektoren, Klingel, Gepäckträger, Korb, Schutzbleche, etc. Zugegebenermaßen sind diese Dinge nicht unbedingt das schwerste an einem Fahrrad, sie tragen aber dennoch etwas zum Gewicht bei. Außerdem sind diese Räder von Haus aus nicht so konzipiert, dass sie möglichst leicht sind. Warum aber?

Generell gilt, dass das Mehrgewicht hier locker vom Motor ausgeglichen wird. Man hat also ohnehin nicht das Gefühl mehr Kilogramm durch die Gegend pedalieren zu müssen. Im sportlichen Segment hingegen ist der Antrieb eher dazu da, schneller und höher über Hügel etc. zu kommen. Außerdem sorgt das höhere Gewicht für mehr Fahrstabilität.

2018 weiterhin im Trend: je leichter das E-Bike desto besser

Mit E-Bikes ist es ein bisschen so wie mit den Handys vor 20 Jahren. Immer kleiner, dünner, kompakter und leistungsstärker sollen die Geräte sein. Wir bezweifeln aber, dass die Pedelecs irgendwann wieder größer werden, wenn es nicht sein muss. Auch 2018 und höchstwahrscheinlich darüber hinaus geht der Trend zu dünner und unauffälliger, was sich natürlicherweise auch auf das Gewicht auswirkt.

Wo beim E-Bike Kilos eingespart werden

Wenn man beginnt, ein besonders leichtes Elektrofahrrad zu entwerfen, muss man sich zuerst fragen, wo man denn Gewicht einsparen kann. Manche Teile sind eben notwendig. Nur weil der Rahmen vielleicht das Schwerste am Rad ist, kann man ihn nicht einfach so weglassen. In diesem Kapitel klären wir sowohl, woher das zusätzliche Gewicht kommt, als auch, wie man es reduzieren kann.

Schwergewichte Akku und Motor

Die ausschlaggebendste Komponente ist selbstverständlich der Antrieb. Bestehend aus Akku und Motor kann dieser bis zu 7 kg ausmachen. Das Gewicht variiert dabei je nach Kapazität und steigt beim Akku beispielsweise direkt proportional an. Ein Stromspeicher, der 400 Wh leisten kann, wiegt in der Regel in etwa 3 kg. Bei 500 Wh sind es schon 800 g mehr.

Demnach schlägt der Motor mit ganzen 4 kg zu Buche – manche mit mehr, manche mit weniger. Der beliebte Bosch Performance CX beispielsweise liegt bei knapp 3,8 kg. Diesen einfach wegzulassen, ist selbstverständlich keine Option. Leichte Modelle setzen stattdessen entweder auf einen leichteren Akku mit weniger Kapazität, oder auf einen reduzierten Motor. Dann hat man statt dem klobigen Mittelmotor vielleicht nur einen kleinen Heck- oder Vorderantrieb, der in der Nabe eingebaut ist. Diese Modelle kommen zum Teil gewichtstechnisch auf nur ein Kilogramm.

Es gilt also, je mehr Leistung, desto mehr Gewicht.

Verantwortlich für leichte Räder: Rahmen und Materialien

Die bei weitem meisten Fahrräder, egal ob elektronisch unterstützt oder nicht, werden durch einen Rahmen aus Aluminium zusammengehalten. Einfach in der Herstellung, stabil als Material und trotzdem nicht allzu schwer bietet sich das Metall perfekt an, um daraus Fahrräder herzustellen. Noch leichter ist nur noch Carbon.

Carbon ist genau genommen ein Kunststoff, der durch Kohlenstofffasern verstärkt wird, um stabiler zu sein. Das für seine Stabilität überaus leichte Gewebe wird im Übrigen auch für andere Bauteile am Fahrrad, wie Kurbeln, Laufräder, Lenker, Sattelstützen und Co. verwendet. Sollen die Räder richtig leicht werden, wird in der Regel auf Carbon gesetzt.

Wunder-Pedelec unter 8 kg

Ein Modell dürfen wir Ihnen nicht vorenthalten. Es ist nicht am freien E-Bike-Markt erhältlich, aber deshalb keine mindere Sensation. Davon zeugt auch der Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. Die Rede ist von der elektronischen Fahrrad-Kreation des Schweizers Jean-Pierre Schiltknecht. Er hat das „Volta Montanara“ so konzipiert, dass es nur 7,66 kg wiegt. Das „Volta Montanara“ ist ein sportliches Offroad-Bike mit Carbonrahmen und eigens entworfenen Mittelmotor, der ganze 400 Watt Leistung bringt.