Greenstorm Radgeber: Das sind die schnellsten E-Bikes 2018

Das sind die schnellsten E-Bikes 2018

schnellsten e-bikes 2018

Heruntergebrochen auf die Essenz ist die Idee hinter dem E-Bike und jedem anderen motorisierten Gefährt nichts anders, als das Streben nach Schnelligkeit. Schon immer sucht man Möglichkeiten, um die Zeit, die es braucht, um eine gewisse Strecke zurückzulegen, zu verkürzen. Zu Pferd war es auch möglich, Kilometer zu machen, aber mit einer Dampflok ging es einfach schneller.

Das hat man sich auch beim Fahrrad gedacht und einen Motor eingebaut und da ein einfacher Motor nicht genug ist, hat man einen noch leistungsstärkeren verwendet und so weiter und so fort, bis man bei Modellen angelangt ist, die wir Ihnen in diesem Beitrag zeigen möchten.

Hier wird es um schnelle E-Bikes gehen, solche, die Sie tatsächlich im Straßenverkehr verwenden können und solche, die scheinen als wären sie zum einzigen Zweck konstruiert worden, im Guinnessbuch der Rekorde zu landen.

Schnellste Elektrofahrräder nach Geschwindigkeiten

Eines möchten wird hier kurz klarstellen: bereits, wenn wir von einer Geschwindigkeit bis zu 45 km/h (Tretunterstützung) sprechen, befinden wir uns bei beeindruckenden High-End-Geräten. Der Durchschnitt der E-Bikes gibt nur bis zu 25 km/h Gas und das wars. Für alles andere benötigt man außerdem eine Zulassung, da man sich rechtlich schon im Bereich der Kraftfahrzeuge befindet.

45 km/h

Nach den 25-er Pedelecs liegt die nächste Stufe bei den 45 km/h. Die sogenannten S-Pedelecs liefern Motorkraft solange man sich unter dieser Marke befindet. Alles, was sich geschwindigkeitsmäßig darüber befindet, kommt durch Muskelkraft oder Gefälle zustande. Damit man sich bewusst machen kann, wie schnell das eigentlich ist: ein Moped ist genauso schnell.

70 km/h

Wer denkt, der Schnelligkeitswahn bzgl. der E-Bikes wäre eine neue Erfindung, der irrt. Bereits 2010 gab der Hersteller Hawk ein Fahrrad heraus, das dank seines Elektroantriebs eine Maximalgeschwindigkeit von 70 km/h erreichen konnte. Hawk Freerider heißt das gute Stück. Zugegebenermaßen sieht es aus heutiger Sicht ziemlich klobig aus. So viel Power braucht eben Platz.

Über 100 km/h?

Ein Fahrrad (!) so schnell, wie die Höchstgeschwindigkeit auf der Bundesstraße? „Unmöglich“ sagen die einen, „challenge accepted“ sagen die anderen. Und bis dato sind es gar nicht mal so wenige Hersteller, die die Herausforderung nicht nur gewagt, sondern auch gemeistert haben. Welche Hochleistungsdrahtesel das sind, sehen wir uns im letzten Kapitel dieses Beitrags genauer an.

Die schnellsten E-Bikes mit Straßenzulassung

Auf einem Fahrrad, ohne Knautschzone und Airbag, muss man schon ziemlich mutig sein, um über 50 km/h auf die Tachonadel zu lassen. Da reichen einem dann doch die 45 km/h Begrenzung und von diesen Modellen gibt es mehr als genug. Wir stellen Ihnen 3 dieser S-Pedelecs vor.

Stromer ST5

Das Stromer ST5, das aus gleichnamigem Hause stammt, wirkt erstmal wie ein typisches S-Pedelec. Doch, wenn man sich die Spezifikationen genauer ansieht, entdeckt man die ein oder andere Perle, die den scheinbar horrenden Preis durchaus rechtfertigt. Der Antrieb unterstützt also bis zu einer Fahrgeschwindigkeit von 45 km/h. Das ist mithilfe eines 850 Watt starken Motors, der über satte 48 Nm Drehmoment verfügt.

Der Alluminiumrahmen scheint ultraleicht zu sein, denn zusammen mit den anderen Komponenten wiegt das Gerät lediglich 24 kg (ohne Akku), während die Technik vollends ausgereift ist. Schwerwiegend dagegen ist die Reichweite. Dank den fast 1.000 Wattstunden des Akkus kommt man mit dem Stromer ST5 bis zu 180 km weit. Auf Knopfdruck aktiviert sich der Sportmodus mit Turbo-Boost, der sozusagen als künstlicher Rückenwind fungiert.

Riese & Müller Homage

„Grenzen existieren nur in Köpfen“. So das Motto des Homage von Riese & Müller und auch ganz unsere Rede. In der 25 oder 45 km/h Ausführung zu haben, brilliert bei diesem Modell auf den ersten Blick vor allem das Design. Die ungewöhnliche Rahmenform wirkt, als hätte man das Oberrohr kurzerhand umgebogen und als Gepäcksträger weiterverwendet. Das Unterrohr hat quasi eine Verlängerung im 90° Winkel, die den Gebäckträger trägt. Man weiß gar nicht, wohin man als erstes schauen soll.

Die Homage nuvinci HS Variante besticht durch ein weiteres Feature. Die Schaltung ist nämlich durch eine stufenlose Nabenschaltung von nuvincigelöst. Perfekt auf die Elektronik abgestimmt, findet man mit ihr immer den exakt passenden Gang (sofern man von Gängen dann überhaupt noch sprechen kann).

BLUE XTR SPECIALE 3.0 S

Wir hegen den klitzekleinen Verdacht, dass das XTR in der Modellbezeichnung für extreme stehen muss, denn Maximalgeschwindigkeiten von 65 km/h bei einem Pedelec sind genau das. Der Schweizer Elektrofahrradhersteller B2G (back2green) legt mit diesem Modell ordentlich was vor. Bis ins Detail, also bis zu kugelgelagerten Pedalen und lederbezogene Sattel und Handgriffe, brilliert dieses elegante und smarte S-Pedelec.

Schweizer Boliden ganz vorne im Speedbereich

Apropos Schweizer: die sind im schnellen Bereich der Elektrofahrräder nämlich ganz vorne dabei. Der Hersteller B2Gbikes, von dem vorhin bereits die Rede war, kann in diesem Bereich beispielsweise angeführt werden. Im April 2018 kündigen sie unter anderem das RSR 2.2 an, das mit bis zu 10.000 Watt erhältlich sein wird. Was die Maschine machen soll ist eigentlich simpel von der Idee her: es soll wohl ein Enduro Motocross sein, das keinen lärmenden und stinkenden Benzinmotor besitzt.

In der Schweiz hat man außerdem laut Gesetz auch eher mehr Spielraum, was die Wattanzahlen des Antriebs angeht. Normale Pedelecs dürfen nämlich sogar 500 statt nur 250 Watt leisten und S-Pedelecs bis zu 1000 Watt. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind die gleichen.

Jenseits von Gut und Böse: Geschwindigkeitsrekorde

Klingende Namen wie Swindon, PG Bike und Neematic beherrschen die Hochgeschwindigkeit, was E-Bikes angeht. 2018 bringt ersterer – ein britischer Hersteller – das Swind EB 01 auf den Markt. Der Motor ist so stark, dass man seine Leistung schon in PS (20 an der Zahl) angeben kann und treibt das kleine, futuristisch wirkenden Gefährt bis zu 100 km/h an. Das Deutsche Pendant heißt Blacktrail und stammt von der Firma PG Bikes aus Regensburg, das Ungarische Terminus M55.

Auch Litauen mischt mit. Die Firma Neematic hat seit 2017 das FR/1 auf dem Markt, das eigentlich ebenfalls eher an ein Motocross erinnert, als an ein Fahrrad. Mit der Zulassung in Deutschland oder Österreich könnte es schwierig werden. Der 20kW-starke Motor ist weit jenseits jeglicher Werte, die in der Straßenverkehrsordnung als zulässig vermerkt sind.